Buergerschaenke1930er-01
Die Bürgerschänke entstand wahrscheinlich in der Mitte des 16. Jahrhunderts und zeigt an seiner reich verzierten Fassade Schmuckformen wie Kreise, Halbkreisbögen mit Strahlenteilung und Darstellungen von Handwerksgeräten für die Lederbearbeitung.

BÜRGERSCHÄNKE

  • um 1556  erbaut
  • mit geschnitzten Fächerrosetten verzierter Fachwerkbau der Frührenaissance
  • möglicherweise Gildehaus und Herberge der Schuhmachergilde

CITIZENS´ INN

  • c. 1556  year of building
  • richly decorated half-timbered house from the early Renaissance with typical fan rosettes
  • possibly guild hall and hostel oft he shoemakers‘ guild

Aus dem 16. Jhd. stammt das heute gemeinhin als „Bürgerschänke“ bezeichnete Fachwerkhaus. Es zeigt die für die Frührenaissance typischen Schmuckelemente der Fächerrosetten in vielen Variationen, die sich zurückverfolgen lassen auf antike Muschelformen. Möglicherweise diente das Gebäude zeitweise als Gildehaus und Herberge der Schumacher, worauf am Nordgiebel ein eingeschnitztes Ledermesser hinweist. Daneben befindet sich die Darstellung eines Blattes, das gemeinhin als „Blatt des Schweigens“ gedeutet wird und damit auf die einzuhaltende Diskretion bei Geschäftsgesprächen hinweist. Typisch für die Zeit sind ein Hervorkragen des zweiten Stockwerkes sowie reich beschnitzte Vorderseiten der Knaggen, die die Balken stützen, sowie kreuzbogenartige Verzierungen an den Schwellen der Stockwerke.